Krummenau - Speer - 03.06.2017

Für die erste Wanderung dieser Saison entschied ich mich für den Speer. Da der Aufstieg von Süden her erfolgt, kann man ihn trotz einer Höhe von fast 2000m schon recht früh im Jahr machen.
Vor zwei Jahren habe die Wanderung auf den Speer von Amden aus gemacht, diesmal wählte ich als Startpunkt den Ort Krummenau im Toggenburg.
Mein Auto stellte ich um 8:15 auf dem großen Parkplatz (gratis) ab und ging den kurzen Weg zur Talstation der Sesselbahn Wolzenalp. Die Bergfahrt kostete 9 CHF und erfolgte pünktlich um 8:30.

Sesselbahn WolzenalpSesselbahn Krummenau

Aussicht aus der gemütlich fahrenden Bahn, die vom 700m hohen Krummenau zum 1100m hohen Rietbach führt. Es war bereits trotz der frühen Stunde ziemlich warm.

Rietbach

Ankunft in Rietbach. Hier ist auch schon das Ziel der Wanderung zu sehen, der 2000m hohe Speer. Der Aufstieg erfolgt über den Grat, der hier links zu sehen ist.

Wolzenalp Moor

Zuerst ging es durch das blumenreiche Moor, das zwischen Rietbach und dem Restaurant Wolzenalp liegt.

Fahrweg Wolzenalp

Ab der Wolzenalp beginnt der Aufstieg auf den Grat. Zum Teil auf Fahrwegen, zum Teil über Wiesen.

Skilift Wolzenalp

Dabei folgt der Aufstieg immer grob der Trasse des Skilifts Wolzenalp.

Rietbach Moor

Blick zurück während des anstrengenden Aufstiegs nach Rietbach und dem Moor.

Bergstation Skilift Wolzenalp

An der 1500m hohen Bergstation des Skilifts ist der größte Aufstieg vorerst geschafft.

Bergwegmarkierung

Der Weg ist immer gut markiert und auch viel begangen, ich war aber völlig alleine unterwegs. An diesem Fels ist das typische Nagelfluh-Gestein zu sehen - und der Speer ist der höchste Berg der Alpen aus diesem (nicht sehr stabilen) Material.

Wanderweg vor Wald

Angenehm führte der Weg jetzt entlang des Grats zum Teil auch durch Waldabschnitte.

Wanderweg Wolzenalp Speer

Und hier der schönste Abschnitt auf dem Grat, auch alles sehr harmlos.

Blick auf Ebnat-Kappel

Blick hinab nach Norden. Links ist der Tanzboden und im Tal Ebnat-Kappel und Wattwil zu sehen.

Wanderweg zum Speer

Da es praktisch keinen Aufstieg mehr gab, kam der Speer rasch näher. Links ist der Speermürli zu sehen, der rechts umrundet wird, bevor dann der Speer von links bestiegen wird.

Alp Bütz

Ankunft an der Alp Bütz, bzw. dem Bützalpsattel. Bis hier musste ich nach dem Aufstieg auf den Speer wieder zurück.
Bis zum Gipfel sind es ab hier noch 1:15h.

Speer

Tele zum Speer. Von Rechts auf dem Grat führt auch ein Klettersteig hinauf... nichts für mich.
Obwohl es erst 10:30 war, waren bereits andere Wanderer auf dem Gipfel zu sehen.

Leiterli

Bei der Umrundung der Speers müssen zwei Felsgrate überwunden werden. Der erste wird über die sogenannte Leiterli kurz und knackig mit Drahtseil erledigt.

Hangweg

Anschließend führt der Weg quer über eine steile Wiese.

Säntis

Blick zurück. Im Hintergrund ist der Alpstein mit Säntis und Altmann zu sehen.

Weg über Schneefeld

Vor dem zweiten Felsgrat musste ich ein kleines Schneefeld überwinden. Da der Schnee aber schon recht weich war, war es trotz der wenigen Spuren problemlos.
Ab hier ging dann große Anstieg auf den Speer los.

Steile Wiese

Während dem Aufstieg Blick zurück auf die gequerte steile Wiese.

Wanderweg mit SchneefeldAltschnee

Nach dem Felsgrat wurde ich erst mal von einem weiterem großen Schneefeld begrüßt, der Weg ging aber größtenteils rechts davon vorbei.
Nach dem Schneefeld erreichte ich den mehr begangenen Hauptweg von Amden auf den Speer.

Geologie des Speers

Die Landschaft auf der Südseite des Speers ist super. Hier zu sehen der verlängerte Grat des Speers, auf dem auch ein Wanderweg entlang führt.

Glarus

Es ging nun ziemlich steil hinauf und die Sonneneinstrahlung war stark... entsprechend floß der Schweiß.
Hier der Blick hinab nach Weesen und dem Glarus.

Gipfel des Speers

Die Plattform auf dem Gipfel sah schon sehr lang sehr nah aus, aber der Aufstieg ist nicht zu unterschätzen. Nicht gefährlich, aber anstrengend.

Glarus

Puh, Gipfel uim 12:00 erreicht. Blick wieder Richtung Glarus und dem äußersten Ende des Walensees.

Panorama Speer

Panorama Richtung Nord/West. Hinten ist der Zürichsee zu sehen.

Wegweiser Speer

Wegweiser auf dem Gipfel des Speers. Bis zu den nächsten Orten sind es mindestens 2:45h Abstieg.

Gratweg

Blick entlang des furchteinflößenden Grats.

Panorama Speer

Aussicht nach Süd/Ost. Links sind die Churfirsten zu sehen.

Abbruchkante Speer

Noch einmal die Abbruchkante.

Weg Wolzenalp Speer

Auf diesem Bild Richtung Norden kann man gut den gesamten Aufstieg sehen. Ganz links ist Rietbach zu sehen, dann folgte der Weg dem Grat bis zur (weiß leuchtenden) Alp Bütz. Danach wechselte ich die Seite und querte ganz rechts die Wiese.

Säntis in Schwarzweiß

Der Versuch aus einem eigentlich misslungendes Fotos vom Säntis noch etwas rauszuholen.

Serpentinen

Nach einer Vesperpause nun auf gleichem Weg wieder hinunter. Wie man sieht ist der gesamte Südhang des Speers mit den Serpentinen des Wanderwegs belegt.

Toggenburg

Schnell war ich wieder an der steilen Wiese und dem unteren Schneefeld angelangt.

Alpenblume

Auch hier noch viele Blumen am Wegesrand.

Leiterli

Und natürlich musste ich auch wieder die Leiterli hinunter, wobei runter immer schwieriger ist.

Alp Hengst

Am Bützalpsattel verließ ich schließlich den Hinweg und bog nach rechts in das Ijental ab.
Gleich zu Beginn des Tals befindet sich die bewirtschaftete Alp Hengst. Trotz der Hitze und der knapper werdenden Getränke im Rucksack verzichtete ich auf eine Pause (war ein Fehler).

Ijental

Etwas unterhalb der Alp Hengst beginnt dann ein Fahrweg. Der Wanderweg bemüht sich aber diesen zu umgehen, was manchmal etwas arg gezwungen wirkte.
Da die Sonne nun ziemlich brannte, musste jeder Brunnen zur Abkühlung herhalten.

Ijental

Blick zurück das Ijental hinauf.

Straße durchs Ijental

Schließlich ging der Wanderweg dann doch auf der Straße und es wurde flacher.

Stausee

Pause an einem kleinem Stausee eines Wasserkraftwerks - unschön umzingelt von Zäunen und Verbotsschildern. Zum Füßeabkühlen hat es aber gerreicht.

Dunkle Schlucht

Anschließend biegt der Weg nach links in eine kleine Schlucht ab, der Schatten tat gut...
Danach stieg ich über Weiden hinab zur Thur. Evt. hätte man auch schräg direkt Richtung Krummenau gehen können, aber nach Experimenten war mir nach der bereits langen Tour nicht mehr zumute.

Kapelle an Thur

Ankunft an der Thur bei Ebnit.

Thurweg

Ab dort ging es auf dem flachen Thurweg immer entlang des Fluß nach Krummenau... allerdings noch eine lange Stunde. Das hatte ich etwas unterschätzt. Ankunft schießlich um 17:00 in Krummenau.

Wanderkarte SpeerHöhenprofil Speer

Zurückgelegte Strecke. 1100m hoch und 1500m runter auf 20km bei 8h Wanderzeit (inkl. Pausen).

Google Earth Zusammenfassung der Wanderung.

Fazit: An sich schöne Wanderung ohne Tiefpunkte. Nur es war an dem Tag etwas zu schwül für eine solch lange Tour.