Schwendiseen - Hinterrugg - 13.08.2016

Bei schönstem Wetter fuhr ich diesen Samstag zu den Schwendiseen, die auf halber Höhe zwischen dem Skigebiet von Wildhaus und Iltios liegen. Dort kann man für 1CHF pro Stunde sein Auto abstellen. Um 7:45 lief ich auf 1160m Höhe los Richtung Iltios.

Fahrweg Itlios

Zuerst ging auf asphaltierter Straße bergauf. Hier vorbei an der Talstation der neuen Gondelbahn Espel-Stöfeli-Chäserrugg.

Seilbahn Iltios

Nach einer guten halben Stunde erreichte ich Iltios, von wo gerade die erste Gondel auf den Chäserrugg startete.

Waldweg

Ich folgte nun der Verbindungspiste zwischen dem Teilgebiet Alt St. Johann und Iltios in umgekehrter Richtung. Hier der Blick zurück Richtung Säntis und der ersten Stütze der Chäserrugg-Bahn.

Panorama Toggenburg

Nachdem ich die Sesselbahn Ruestel unterquert hatte, erreichte ich den Fuß des Hinterruggs auf 1600m. Da ich nun schon über eine Stunde unterwegs war, war auch Zeit für eine erste Pause um das Panorama Richtung Alpstein zu genießen.

Churfirsten

Danach wurde der Weg deutlich steiler und es ging den Grat des Hinterruggs hinauf. Beim Blick nach rechts konnte ich dabei die restlichen Churfirsten betrachten.

Felsenweg Hinterrugg

Der Grat war zunächst recht schmal und felsig. Zum Teil halfen die Hände auf dem etwas rutschigen Fels. Runter ist wahrscheinlich nicht so angenehm.

Hütte Sattel

Dann wurde der Grat aber deutlich breiter und ich erreichte die kleine Hütte Sattel. Diese ist nur über den Grat erreichbar, da es links und rechts felsig bergab geht.

Wanderweg Hinterrugg

Anschließend wurde der Weg noch steiler, aber dafür ungefährlicher. Rechts sieht man die KSB Ruestel.

Säntis und Schafberg

Tele zum Alpstein auf der anderen Talseite. Links der Säntis, in der Mitte der Schafberg und rechts der Altmann.

Chäserrugbahn

Inzwischen war ich schon oberhalb der Seilbahn-Trasse zum Chäserrugg. Die Bahn schaufelte nun ununterbrochen Ausflügler auf den Gipfel.

Aufstieg Hinterrugg

So sah der Rücken des Hinterruggs aus. Links der Gipfel des Chäserrugg.

Blumen auf Bergweg

Durch den ziemlich regenreichen Sommers scheint es mir dieses Jahr besonders viele Blumen entlang der Wege zu haben.

Wandergebiet Toggenburg

Panorama während des schweißtreibenden Aufstiegs.

Zwischen Churfirsten

Langsam erreichte ich den Gipfel. Hier konnte ich bereits eine Vorschau auf die Aussicht vom Gipfel erhaschen.

Rheintal

Blick hinüber zum Rücken des Chäserrugg, zur Bergstation der neuen Gondelbahn. Im Hintergrund das Rheintal mit dem stark begradigten Rhein.

Glockenblumen

Noch mehr Blumen auf dem nun deutlich flacher werdenden Rückens.

Windzäune Hinterrugg

Fast oben begrüßten mich die umfangreichen Schutzzäune gegen Windverfrachtungen. Sie schützen laut Tafel die Gemeinde Walenstadt vor Lawinen.

Felswände Churfirsten

Und schon tauchte auch der passende Walensee auf und man sah schön die steil abfallenden Flanken der Churfirsten.

Lawinenverbauungen Hinterrugg

Noch mehr Lawinenverbauungen, die aber auch als Fotomotiv taugen.

Wegweiser Hinterrugg

Oben! Ein Gipfelkreuz gibt es auf dem höchsten (2306m) der Churfirsten seltsamerweise nicht, deshalb muss als Beweis der Wegweiser auf dem Gipfel erhalten. Für die knapp 1200m Aufstieg habe ich ziemlich genau 3h Stunden gebraucht und die gesamte Zeit bin ich keinem anderen Menschen begegnet. Ab hier änderte sich das aber.

Aussicht Hinterrugg

Die Aussicht auf dem Hinterrugg ist fantastisch, so dass ich erst mal eine längere Pause einlegte. Hier der Blick Richtung Sargans und Graubünden. Rechts das Skigebiet Flumserberg.

Fernblick Hinterrugg

Tele zu dem weißen Gipfel des Tödi. Rechts der Mürtschenstock und in der Mitte das Murggtal (Siehe meine anderen Berichte dieses Jahr). Links (ziemlich unscheinbar) ist auch der Leist vom Skigebiet Flumserberg zu sehen.

Panoramaweg Rosenboden

Tele nach Osten. Vorne der Panoramaweg Rosenboden. Weiter hinten (mit dem hellen weißen Punkt) der Alvier mit der spiegelnden Alvierhütte.

Pusteblume

Das ganze nochmal mit Pusteblume. Da sieht man, dass es praktisch windstill war.

Autobahn

Tele zur 1900m tiefer liegenden Autobahn.

Walensee

Ich ging dann noch mal etwas in die falsche Richtung zum Abgrund, um dieses volle Panorama aufzunehmen. Weiter an die Kante wollte ich allerdings nicht. 😉

Weg Hinterrugg ChäserruggRestaurant Chäserrugg

Nun ging es vom Hinterrugg hinüber zum benachbarten Chäserrugg. Die Bergstation ist schon riesig, die Terasse hat aber unverständlicherweise nur sehr wenige Plätze.

Gipfel Hinterrugg

Blick zurück zum Hinterrugg. Wer mit der Bahn auf den Chäserrugg fährt, sollte dort auf jeden Fall mal rübergehen.

Ostaufstieg Chäserrrugg

Für mich ging es nun auf der Ostabfahrt des Chäserrugg bergab. Hier der Blick zurück auf den Abstieg. Alles sehr grün dieses Jahr.

Kuh vor SäntisWanderweg Chäserrugg Gamsalp

Unten geht es dann auf einem breiten Grasrücken flach hinüber zum Gamserrugg.

Geologischer Rundweg Gamserrugg

Vor dem Gamserrugg passierte ich einen weiteren Sattel. Da ich noch recht viel Zeit hatte, entschloß ich mich für einen Umweg rechts um den Gamserrugg herum. Der Weg führte dabei auf dem Geologischen Rundweg.

Voralpsee

Nachdem ich auf dem leider sehr matschigen Weg die Hälfte des Gamserrugg umrundet hatte, tauchte nun der Voralpsee auf. Dahinter das Rheintal.

Nideripass

Blick zurück zum Nideripass. Dahinter geht steil bergab nach Walenstadt.

Inggadells Rundweg

Dann entschied ich mich für einen weitere sehr schönen Umweg, den Inggadells-Rundweg. Dieser führte durch typisches Karstgebiet am Rand eines absoluten Naturschutzgebiets, das nicht betreten werden darf.

Blümchen

Und noch mehr Blumen.

Abgestorbener Baum

Blick hinüber in dieses Gebiet.

Gamsalp

Ich schummelte mich weglos an der Gamsalp (Bergstation der Sesselbahn Gamserrugg) vorbei, um keinen unnötigen Aufstieg zu haben.

Wanderweg durch Blumen

Anschließend ging es sehr bunt weiter auf der Ostabfahrt des Gamserrugg.

Warmtobel im Sommer

Hinein in den Warmtobel, der an diesem Tag seinem Namen alle Ehre machte. Beim Abstieg durch das zugewucherte Tal war es drückend warm und völlig ohne Schatten. Zumindest musste ich nicht bergauf.

Blauer Stausee

Welches Verlangen das tiefe Blau des Schneekanonensees am Ende des Tobels auslöste, könnte ihr euch denken. Baden ist dort aber leider verboten.

Lila Blumen

Auch hier gab es viele Blumen.

Freienalp

Anschließend wurde es flach und es ging über die zirpenden Wiesen der Freienalp.

Klangweg

Ich ging nicht bis nach Oberdorf (der Talstation der Sesselbahn) bergab, sondern zweigte nach links auf den (sehr beliebten) Klangweg ab. An diesem befinden sich viele Stationen, an denen man zu meist mit Holz oder Metall ordentlich Lärm machen kann.

Schwendiseen im Sommer

Den eigentlich Klangweg verließ ich aber schnell wieder und ging direkt hinunter zu den Schwendiseen und damit zum Startpunkt meiner Wanderung. Das Auto erreichte ich um 15:00, also war ich rund 8h Stunden unterwegs.
Natürlich sprang ich noch in den See und schwomm einige Runden im frischen Nass.

Der Streckenverlauf. Hoch steil, runter flacher - besser für die Beine.

Fazit: Schöne abwechslungsreiche Tour mit Gipfelerlebnis. Auch wenn die Wanderung mit 17km nicht extrem lang ist, war es doch ziemlich anstrengend. In der Gegend gibt es aber unzählige Varianten, und bei vielen davon kann man auch Bahnen zur Hilfe nehmen.